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Näher am Kunden

Schubert hat sich durch die Bündelung seiner Tochterunternehmen Schubert Packaging Systems und Schubert Packaging Automation an einem gemeinsamen Standort in Nordamerika neu aufgestellt. Unter dem neuen Namen Schubert North America liegt die Zentrale in Charlotte im Herzen der amerikanischen Industrie und nah am kanadischen Markt. Fritz Kipfer, Geschäftsführer von Schubert North America, erläutert die Bedeutung des nordamerikanischen Marktes für die gesamte Unternehmensgruppe.

 

Auf welche Marktentwicklungen reagiert Schubert mit dem neuen Standort in Nordamerika?
Mit der Firmenzentrale in Charlotte sind wir näher an den Kunden im Osten Nordamerikas. Von hier aus erreichen wir fast alle Kunden innerhalb kurzer Zeit. Charlotte verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Unsere Kunden können uns besser erreichen und die Flugverbindung nach Deutschland ist schneller. Als ein wichtiger Wirtschaftsstandort in den USA bietet uns Charlotte auch ideale Rahmenbedingungen, um hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden, die wir für unser Wachstum benötigen. Die bisherigen Niederlassungen in Texas und Toronto bleiben weiter bestehen. So decken wird den gesamten nordamerikanischen Markt bestmöglich ab. Durch die konzentriertere Führung können wir künftig in beiden Ländern den gleichen Service anbieten.

Fritz Kipfer ist Geschäftsführer von Schubert North America in der neuen Firmenzentrale in Charlotte.

 

Welchen Stellenwert hat der nordamerikanische Markt für die Schubert Gruppe?
Schubert hat in vielen Branchen bereits ein sehr gutes Ansehen im nordamerikanischen Markt. In den letzten Jahren ist das Interesse an Schubert-Maschinen hier spürbar gestiegen.
Der gesamte Umsatz in Nord Amerika machte mit 50 Millionen US-Dollar 2014 rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes der Gerhard Schubert GmbH aus. Die bereits guten Umsätze am Wachstumsmarkt USA sollen durch eine Umstrukturierung des Vertriebs innerhalb von fünf Jahren verdoppelt werden. Zielsetzung für Schubert North America ist eine Verdoppelung der Umsatzzahlen bis zum Jahr 2020.

 

Worauf legen die Kunden aus Nordamerika besonderen Wert und wie reagieren Sie darauf?
Den Nordamerikanern ist Service und Support besonders wichtig. Auch nach dem Kauf einer Maschine sind sie umfassende Betreuung gewohnt. Bei Problemen ist es also wichtig, dass wir schnell Abhilfe schaffen können. Das stellen wir mit unseren drei Standorten mit Services, aber auch der Hotline und der Fernwartung sicher.
Außerdem bieten wir mit dem Trainingszentrum Kundenschulungen an, damit die Maschinenbediener die Vorteile unserer Maschine auch optimal ausschöpfen können und Ausfälle, die oft durch Kleinigkeiten verursacht werden, selbst beseitigen können.
Seit 2012 gibt es bereits eine Schulungsmaschine bei Schubert Packaging Systems in Dallas. Nun zieht das Trainingszentrum nach Charlotte um und wird durch eine zweite Schulungsmaschine ergänzt. Das neue Trainingszentrum ist ein Kernbestandteil unseres Service in den USA und ab sofort für viele Kunden nur noch wenige Fahrstunden entfernt. Mit dem Headquarter und der neuen Organisationsstruktur können wir die anspruchsvollen nordamerikanischen Kunden noch besser unterstützen.

 

Unterscheiden sich die Mentalitäten und die Ansprüche der Kunden in Kanada und den USA?
Mein Eindruck ist, dass die Kanadier etwas offener sind als die US-Amerikaner. In Kanada ist ein persönlicher Kontakt schneller möglich. Der Kontakt mit amerikanischen Kunden findet eher auf einer professionellen Ebene statt.
Bei den Aufgabenstellungen, gibt es in Kanada eine größere Anzahl an Kunden, die Lösungen für häufige Format- und Produktwechsel benötigen. Hier punktet Schubert mit der Flexibilität der TLM-Maschinen.
Die US-Amerikaner mussten wir anfangs noch von den Vorteilen überzeugen, die sie davon haben, dass wir unsere Roboter und die Steuerung selbst entwickeln und nicht von einem großen Hersteller zukaufen. Mittlerweile haben auch sie Vertrauen in unser Gesamtpaket und sehen, dass wir ihnen dadurch eine optimale und an ihre Ansprüche angepasste Lösung bieten können.

 

In welchen Bereichen und Branchen sehen Sie das größte Wachstumspotenzial für Schubert in den nächsten Jahren?
Rund 75 Prozent des Umsatzes generiert Schubert gegenwärtig in der Süßwaren-, Lebensmittel- und Tiernahrungsbranche. In beiden Ländern gibt es nach wie vor viel Potential, das wir erschließen wollen. Bei kleineren und mittlegrossen Unternehmen in allen Branchen, sehen wir ebenso noch viele Chancen und wir wollen unsere Expertise auch im Bereich Abfüllen unter Beweis zu stellen. Auch im boomenden Markt für Tiefkühlprodukte in Nordamerika gibt es noch Wachstumsmöglichkeiten.
Die amerikanischen Lebensmittelhersteller sind auf der Suche nach Lösungen, um ihre Sekundärverpackungsprozesse zu optimieren. In diesem Bereich können wir mit der Automatisierung dieser Prozesse deren Flexibilität weiter steigern. Das betrifft auch das Tiefziehen von Trays und neu koennen wir unsere eigene Schlauchbeutelmaschine anbieten. Weitere Wachstumschancen sehe ich im Consumer-Bereich, insbesondere bei Elektroartikeln, die z. B. in Blisterverpackungen verarbeitet werden.

Charlotte liegt in North Carolina, im Herzen der nordamerikanischen Industrie.

Wie vermitteln Sie den Kunden den Mehrwert einer Investition in Schubert Verpackungsmaschinen?
Ebenso wie in den USA punktet Schubert auch in Kanada mit deutscher Qualitätsarbeit, Flexibilität und einem durchdachten Layout. Wir überzeugen unsere Kunden mit passgenauen Lösungen, die sich durch ihren Mehrwert schnell amortisiert. Das ist zum einen die Flexibilität der TLM-Verpackungsanlage, die sich schnell auf verschiedene Produkt- und Verpackungsformate umstellen lässt. Zum anderen sind die hohe Verfügbarkeit und der geringe Wartungsaufwand der Anlagen Pluspunkte für unsere Kunden.
Mit Innovationen wie der schaltschranklosen TLM-Maschine, dem 3D-Scanner für Verpackungsmaschinen und dem Transmodul stellen wir Technologien zur Verfügung, die so kein Mitbewerber anbieten kann. Außerdem bestätigen uns die Kunden und ihr Personal immer wieder, dass die Bedienung unserer TLM-Maschinen einfach ist und Spaß macht.

 

Welche spannenden Projekte haben Sie derzeit in Nordamerika?
Momentan haben wir ein interessantes Projekt, bei dem kleine Kuchenstücke in Schlauchbeutelmaschinen eingelegt und nachfolgend die Schlauchbeutel in Schachteln gruppiert werden. Das umfasst das Aufrichten, Füllen und Schließen, das von den entsprechenden TLM-Teilmaschinen umgesetzt wird.
Außerdem gibt es ein Füllprojekt für eine große internationale Firma, bei dem Seife und Shampoo von der TLM in kleine Flaschen abgefüllt und anschließend verschlossen und in Kartons verpackt werden. Andere Projekt reichen vom Verpacken von Keksen und Candy Canes (Zuckerstangen die wie ein Gehstock aussehen) in Display Trays bis hin zu Tiernahrung. Wir sind also in vielen Branchen erfolgreich aktiv und können unsere Position in Nordamerika weiter ausbauen.

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