Praxis

„Die Gastfreundschaft war überwältigend“

IPS erschließt vielversprechende Märkte im Nahen Osten

Das erste Projekt von IPS in Jordanien bot für die deutschen Vertriebsmitarbeiter und Monteure einige Überraschungen. Trotz der unterschiedlichen Mentalität konnten sie das Projekt aber in gewohnter Weise zur Zufriedenheit des Kunden abschließen.

IPS war anfangs nicht sehr zuversichtlich, High-Tech-Maschinen von Schubert in Jordanien erfolgreich verkaufen zu können. Die Amortisationszeiten sind dort aufgrund niedriger Lohnkosten sehr lange. Doch der Biscuithersteller Jordina kam auf das Unternehmen zu und war überzeugt davon, dass die Maschinen aus Crailsheim die richtige Lösung für ihn sind. Ein Jahr nach dem Erstkontakt reiste der Inhaber Mohammad Aloqdeh aus der jordanischen Industriestadt Sahab nach Crailsheim und legte mehrere konkrete Projekte auf den Tisch. „Er hat uns schließlich überzeugt und wir dachten uns: Vielleicht klappt es ja doch“, erinnert sich Günter Habelt, Vertriebsmitarbeiter bei IPS verantwortlich für den Nahen Osten. „Wir lernten, dass Automatisierung in Jordanien aus anderen Gründen Sinn macht: Hier arbeiten viele Arbeitskräfte aus anderen Ländern, die das Land in unregelmäßigen Abständen wieder verlassen. Das führt zu Unberechenbarkeiten und Engpässen in der Produktion. „Da bringt eine Maschine natürlich Vorteile – neben vielen weiteren Verbesserungen“, erklärt Habelt.

Für die Inbetriebnahme und SAT der Anlage reiste Habelt mit einigen Technikern nach Sahab. Es war die Zeit des Ramadans und die Jordanier fasteten täglich bis zum Sonnenuntergang. Für die deutschen Gäste war es natürlich ungewohnt, während eines langen Arbeitstages nichts zu essen. „Das einzige Restaurant, das tagsüber geöffnet hatte, war McDonalds. Unsere Geschäftspartner fuhren extra für uns dorthin und brachten uns etwas zu essen in die Fabrik“, erzählt Habelt. Nachdem am Abend wieder gegessen werden durfte, gab es ein großes Gelage, zu dem auch die Mitarbeiter von IPS eingeladen wurden. „Das war ein ganz besonderes Erlebnis“, sagt der Vertriebsmitarbeiter, „ebenso wie unser gesamtes Jordanien-Projekt. Die Gastfreundschaft der Jordanier war überwältigend, von der Abholung am Flughafen über das gemeinsame Essen bis hin zum Freizeitprogramm für unsere Monteure am Wochenende.“ Auch bei der Montage zeigten die Gastgeber außergewöhnliches Entgegenkommen. Durch Flexibilität bei der Produktion der Biscuits blieben lange Wartezeiten erspart und die Umsetzung ging schnell voran.
An Jordina hat IPS inzwischen vier Anlagen verkauft, erste Kontakte zu weiteren Kunden wurden erfolgreich aufgebaut. Saudi-Arabien, Dubai, Tunesien und Ägypten bieten weitere bisher in dieser Region.

Die Biscuits werden in Flowpacks verpackt und in Kartons gruppiert.

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Stories

  • Praxis

    30.11.2017  | Autor: Redaktion

    Konsumgüter gewinnbringend verpacken

    Schnelldrehende Konsumgüter haben in den letzten Jahrzehnten zur Weiterentwicklung automatisierter Verpackungsprozesse beigetragen. weiter Schnelldrehende Konsumgüter haben in den letzten... weiter

  • Praxis

    19.12.2016  | Autor: Redaktion

    Die Mathematik der Wurst

    Schubert-Verpackungsroboter vegetarisch? Von wegen. Sie verpacken Schnitzel, Wurst, Maultaschen und viel mehr. weiter Schubert-Verpackungsroboter vegetarisch? Von wegen. Sie... weiter